Klage gegen Facebook wegen Angriffs auf Privatsphäre
Samstag 19 Mai 2012 - 11:34
Nachdem der Kurs der Facebook-Aktie an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq am Freitag zunächst um zwölf Prozent nach oben geschossen war, notierten die Wertpapiere zum Börsenschluss dann wieder fast unverändert beim Ausgabepreis von 38 Dollar.Der Schlusskurs der Facebook-Aktie betrug 38,23 Dollar, ein Plus von nicht einmal einem Prozent. Analysten hatten einen Anstieg um mehr als 20 Prozent erwartet. Das "Wall Street Journal" berichtete, dass der Kurs nur deshalb nicht unter den Ausgabepreis gefallen sei, weil die an dem Börsengang beteiligten Banken mit massiven Stützungskäufen eingegriffen hätten.
Facebook ist mit mehr als 900 Millionen Mitgliedern das größte soziale Netzwerk weltweit. Allerdings gibt es Zweifel, ob die hohe Bewertung von Facebook an der Börse dem tatsächlichen Wert entspricht. Kritiker bemängeln, dass Facebook noch kein überzeugendes Geschäftsmodell vorgelegt habe. Das Netzwerk finanziert sich zum ganz überwiegenden Teil über Werbeeinnahmen.gw/cfm/pajPer Sammelklage wehren sich US-Internetnutzer gegen eine angebliche Verletzung ihrer Privatsphäre durch das soziale Netzwerk Facebook. Es gehe um Schadensersatzforderungen von bis zu 15 Milliarden Dollar (rund 11,8 Milliarden Euro), teilten die zuständigen Anwälte mit. Sie werfen Facebook vor, unrechtmäßig Aktivitäten von Nutzern im Internet beobachtet zu haben, "sogar nachdem sie sich aus dem Netzwerk ausgeloggt hatten". Facebook hatte gestern einen der größten Börsengänge aller Zeiten hingelegt, der erste Handelstag war jedoch enttäuschend verlaufen. Die Klage wurde den Angaben zufolge bei einem Gericht im kalifornischen San José eingereicht. Sie umfasse Fälle in mehr als zehn US-Bundesstaaten aus den Jahren 2011 und 2012. Facebook gab keine Stellungnahme zu der Sammelklage ab.